Gleichstellung
Berufungsverfahren

Die Stellenausschreibung ist der erste Kontakt der Hochschule zu Bewerberinnen und Bewerbern. Studien zufolge unterscheidet sich das Bewerbungsverhalten von Frauen und Männern und sie reagieren unterschiedlich auf das Wording in Ausschreibungstexten. Durch die Berücksichtigung bei der Formulierung des Ausschreibungstextes kann diesen Effekten entgegengewirkt werden.

Einige Beispiele:

  • Verwendung von Vollformen (z.B. Professorinnen und Professoren, nicht ProfessorInnen) oder neutralen Formen bei der Bezeichnung der Position.
  • Direkte Ansprache und „Wir-Formulierungen“.
  • Kurze und konkrete Sätze (Vermeidung des Nominalstils und von Passivkonstruktionen), Hervorhebungen von Schlüsselinformationen in Fett. 
  • Durchgängig geschlechtergerechte, diskriminierungsfreie und klare Formulierungen, auch bezogen auf alle mit der Stelle verbundenen Erfordernisse und Aufgaben.
  • Vermeidung von stereotypen Attributen, wie bspw. „durchsetzungsfähig“ (eher männlich konnotiert) und „anpassungsfähig“ (eher weiblich konnotiert).
  • Gleichwertige Positionierung gleichstellungs- und vereinbarkeitsrelevanter Informationen im Text (nicht einfach als „Muss auch noch mit rein“ ans Ende)

Die Hochschule RheinMain hat die aktive Rekrutierung im Senat beschlossen. Ein entsprechendes Formular finden Sie im QM-Portal. An dieser Stelle bereits einige Hinweise.

Sondierungphase:

Bereits 1- 2 Jahre vor der Ausschreibung, bei der Struktur-und Stellenplanung / vor Stellenfreigabe bzw. bei Festlegung der Widmung der Professur und groben Zeitrahmen der Ausschreibung können die Fachbereiche die Information an alle Kolleginnen und Kollegen des Fachgebietes weitergeben und sie bitten, nach geeigneten Fachkolleginnen im Rahmen ihrer Kooperationen, Forschungsverbünde sowie auf Konferenzen, in (internationalen) Netzwerken etc. zu sondieren und potentieller Kandidatinnen an den Dekan/die Dekanin zu melden. Auch die Veranstaltung z.B. eigener Sichtungssymposien ist möglich.

Ausschreibungsphase:

  • Breite Streuung der Ausschreibung über die Veröffentlichung in (inter-)nationalen Fach- und Berufsverbänden, durch Weiterleitung der Ausschreibung an einschlägige Netzwerke, Verbände und Einstellung in Online- Jobbörsen.
  • Gezielte Ansprache potentieller Kandidatinnen unter Berücksichtigung der im Ausschreibungstext genannten Anforderungen und Qualifikationen.
  • Wertschätzende Kommunikation, weiterführende Informationen über die Hochschule (Willkommenskultur).
  • Verdeutlichung, dass trotz Ansprache die Bestenauslese im Fokus steht und es eben auch andere Bewerberinnen und Bewerber geben wird.

Nach der Ausschreibung:

  • Zusätzliche Sondierung und Ansprache von Kandidatinnen, wenn keine oder wenig Bewerbungen von Frauen vorliegen.