Gleichstellung
Beratung und Coaching

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Silke Paul berät alle Hochschulmitglieder zu gleichstellungsrelevanten Themen sowie Problemlagen wie z.B. zu sexualisierter Diskriminierung und Belästigung. 

Die Projektkoordinatorin der Familienfreundlichen Hochschule und des FamilienKompass Regina Müller, bietet Beratung rund um Fragen bezüglich der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie.

Themenangebote:

  • Karriereplanung (alle Statusgruppen)
  • Studien- und Berufswegeplanung, Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess, Berufseinstieg
  • Wissenschaftliche Weiterqualifizierung, Wissenschaftskarriere, Fördermöglichkeiten
  • Gendergerechte Lehre/Forschung, Antragsstellung
  • Gender- und diversitätsgerechte Organisationsentwicklung, Berufungsverfahren etc.
  • Krisen und Konflikte am Arbeits- und Studienplatz, sexuelle Belästigung

Gerne vermitteln wir auch Kontakte zu anderen Beratungsstellen und Ansprechpersonen. 

Beratungsstellen an der Hochschule RheinMain

Auswahl an Beratungsstellen in Wiesbaden und Rüsselsheim

Schwerpunkt Frauen sowie sexualisierte Diskriminierung und Gewalt


Wiesbaden

ZORA - Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
Adolfstraße 5 I 65185 Wiesbaden
Telefon: 0611 9 10 14 13
 Internetseite

Beratungsstelle für von Gewalt betroffene Frauen -
Frauen helfen Frauen e.V.
Loreleiring 26 I 65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 51212
 Internetseite

Berufswege für Frauen e.V.
Neugasse 26 I 65183 Wiesbaden
Telefon: 0611 590299
 Internetseite

Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt
 Internetseite

Beratungsstelle und Frauenhaus der Diakonie
Rheinstr. 65 I 65185 Wiesbaden
Telefon: 0611 360910
 Internetseite

profamilia Wiesbaden
Langgasse 3 I 65183 Wiesbaden
Telefon: 0611 376516
Email: wiesbaden(at)remove-this.profamilia.de
 Internetseite

Wildwasser Wiesbaden
Wallufer Str. 1 I 65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 808619
 Internetseite

 Weitere Informationen und Angebote für Frauen in Wiesbaden


Rüsselsheim

Wildwasser Kreis Groß-Gerau e.V.
Darmstädter Strasse 101 I 65428 Rüsselsheim am Main 
Telefon: 06142 965760
E-Mail: info(at)remove-this.wildwasser.de
 Internetseite

Frauen helfen Frauen e.V. - Beratungsstelle Rüsselsheim 
Darmstädter Straße 101 I 65428 Rüsselsheim am Main
Telefon: 06152 8000-0
Telefon: 06152 39977 (Frauenhaus) 
  Internetseite

Frauenzentrum
Darmstädter Straße 101 I 65428 Rüsselsheim am Main 
Telefon: 06142 965757 E-Mail:
frauenzentrum.ruesselsheim(at)remove-this.t-online.de 
  Internetseite

Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen
Telefon: 06152 80000
E-Mail: info(at)remove-this.frauennotrufe-hessen.de

profamilia Rüsselsheim
Lahnstraße 30 I 65428 Rüsselsheim am Main
Telefon: 06142 12142 
E-Mail: ruesselsheim(at)remove-this.profamilia.de

 Weitere Beratungsstellen in Rüsselsheim

Angebot für beschäftigte Frauen im wissenschaftsstützenden Bereich und der Verwaltung
(je nach Kapazität).

Coaching ist ein individueller, ziel-, lösungs- und ressourcenorientiert Beratungsprozess, in dem Themen der Berufsentwicklung und Karriereplanung im Fokus stehen. Die gecoachte Person bringt ihre Themen ein und nach einer individuellen Zielklärung begleitet und unterstützt die Coach bei der Erreichung des Ziels.

Einzelcoaching kann Ihnen u.a. die Möglichkeit geben

  • (verborgene) berufliche Wünsche, Werte und Möglichkeiten zu reflektieren
  • Karrierechancen zu identifizieren und deren Umsetzung voranzubringen 
  • sich zu strukturieren und zu positionieren ( z.B. bei der Übernahme neuer Aufgaben, einer Führungsposition)

Grundlagen sind Vertrauen, Freiwilligkeit und Diskretion

Bei Interesse stellen Sie bitte eine Anfrage und wir treffen uns zunächst zu einem Vorgespräch:
silke.paul(at)hs-rm.de

Sexualisierte Diskriminierung wird in vielfältiger Art und Weise ausgeübt. Dies geschieht verbal, nonverbal und auch durch tätliche Angriffe.

Es gelten alle Verhaltens- und Handlungsweisen als sexuelle Diskriminierung und Gewalt, die beleidigend, demütigend, von den davon Betroffenen nicht erwünscht sind und als abwertend und herabwertend erlebt werden (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz - AGG § 3, Abs.4).

Sexuelle Diskriminierung und Gewalt sind an deutschen Hochschulen als Arbeits- und Studienorte genauso alltäglich wie im privaten Umfeld und können individuell unterschiedlich empfunden werden. Das Thema geht häufig einher mit Selbstzweifeln, Schuldgefühlen und Scham. Viele schweigen auch aus Angst, z.B. um ihre berufliche Zukunft oder ihr Studium nicht zu gefährden. Die Dunkelziffer ist daher hoch und häufig wird keine Unterstützung (in der Hochschule) gesucht.

  • Eine  Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) zeigt auf, dass jede*r zweite Befragte schon einmal Belästigungen am Arbeitsplatz erlebt hat und jede sechste Frau und jeder 14. Mann das Erlebte explizit als „sexuelle Belästigung“ einstuft .
  • Gemäß der  Studie „Gender-based Violence,Stalking and Fear of Crime“ sind Studentinnen häufiger betroffen als Frauen anderen Alters oder anderen Status. Zwischen 72 % (schwerwiegende sexuelle Belästigung) und 95 % (sexuelle Gewalt) aller Vorfälle ereignen sich außerhalb der Hochschule im „privaten Umfeld“, wobei zu beachten ist, dass es Überschneidungen zwischen studentischem und privatem Umfeld gibt. Allerdings wird im Vergleich zu den tatsächlichen (bekannten) Vorfällen das subjektive Sicherheitsempfinden auf dem Campus meist deutlich negativer eingeschätzt.

Die Hochschule RheinMain arbeitet derzeit an einer Richtlinie und Verfahrenswegen, welche auch Studierende integriert und schützt. Die Norm im AGG umfasst gemäß dem Wortlaut nämlich nicht Studierende und Menschen ohne Arbeitsvertrag. Beschäftigte sind dagegen durch das  Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschützt.

Weiterführende Informationen

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte berät Berufungskommissionen und begleitet diese von Beginn an. Hier einige Hinweise.

Stellenauschreibungen

Die Stellenausschreibung ist der erste Kontakt der Hochschule zu Bewerberinnen und Bewerbern. Studien zufolge unterscheidet sich das Bewerbungsverhalten von Frauen und Männern und sie reagieren unterschiedlich auf das Wording in Ausschreibungstexten. Durch die Berücksichtigung bei der Formulierung des Ausschreibungstextes kann diesen Effekten entgegengewirkt werden.

Einige Beispiele:

  • Verwendung von Vollformen (z.B. Professorinnen und Professoren, nicht ProfessorInnen) oder neutralen Formen bei der Bezeichnung der Position.
  • Direkte Ansprache und „Wir-Formulierungen“.
  • Kurze und konkrete Sätze (Vermeidung des Nominalstils und von Passivkonstruktionen), Hervorhebungen von Schlüsselinformationen in Fett. 
  • Durchgängig geschlechtergerechte, diskriminierungsfreie und klare Formulierungen, auch bezogen auf alle mit der Stelle verbundenen Erfordernisse und Aufgaben.
  • Vermeidung von stereotypen Attributen, wie bspw. „durchsetzungsfähig“ (eher männlich konnotiert) und „anpassungsfähig“ (eher weiblich konnotiert).
  • Gleichwertige Positionierung gleichstellungs- und vereinbarkeitsrelevanter Informationen im Text (nicht einfach als „Muss auch noch mit rein“ ans Ende)
Aktive Rekrutierung

Die Hochschule RheinMain hat die aktive Rekrutierung im Senat beschlossen. Ein entsprechendes Formular finden Sie im QM-Portal. An dieser Stelle bereits einige Hinweise.

Sondierungphase:

Bereits 1- 2 Jahre vor der Ausschreibung, bei der Struktur-und Stellenplanung / vor Stellenfreigabe bzw. bei Festlegung der Widmung der Professur und groben Zeitrahmen der Ausschreibung können die Fachbereiche die Information an alle Kolleginnen und Kollegen des Fachgebietes weitergeben und sie bitten, nach geeigneten Fachkolleginnen im Rahmen ihrer Kooperationen, Forschungsverbünde sowie auf Konferenzen, in (internationalen) Netzwerken etc. zu sondieren und potentieller Kandidatinnen an den Dekan/die Dekanin zu melden. Auch die Veranstaltung z.B. eigener Sichtungssymposien ist möglich.

Ausschreibungsphase:

  • Breite Streuung der Ausschreibung über die Veröffentlichung in (inter-)nationalen Fach- und Berufsverbänden, durch Weiterleitung der Ausschreibung an einschlägige Netzwerke, Verbände und Einstellung in Online- Jobbörsen.
  • Gezielte Ansprache potentieller Kandidatinnen unter Berücksichtigung der im Ausschreibungstext genannten Anforderungen und Qualifikationen.
  • Wertschätzende Kommunikation, weiterführende Informationen über die Hochschule (Willkommenskultur).
  • Verdeutlichung, dass trotz Ansprache die Bestenauslese im Fokus steht und es eben auch andere Bewerberinnen und Bewerber geben wird.

Nach der Ausschreibung:

  • Zusätzliche Sondierung und Ansprache von Kandidatinnen, wenn keine oder wenig Bewerbungen von Frauen vorliegen.
Quellen und weiterführende Informationen